Casale del Giglio
Casale del Giglio liegt in Le Ferriere im Latium südlich von Rom und steht für pionierhaften Weinbau jenseits klassischer Rebsortengrenzen. Auf vulkanischen Böden entstehen internationale und autochthone Weine, unterstützt von moderner Kellertechnik und Forschung. Vielfalt, Innovationsgeist und hohe Qualität verschaffen dem Weingut internationale Anerkennung.
Casale del Giglio
Petit Manseng Lazio IGT 2024
Die Rebsorte Petit Manseng hat besonders in der Region Lazio noch den Status eines Exoten. Der natürliche Rosinierungsprozess im Weinberg führt zu einem Weißwein mit einer wahren Fruchtexplosion. In der Nase intensiv aromatisch, wobei Pfirsich und zitrische Noten dominieren. Am Gaumen genauso komplex und saftig mit mineralischer Note. Und die gut eingebundene Säure sorgt für eine große Frische. Kein Wunder, dass Weinpapst Luca Maroni regelmäßig Höchstbewertungen vergibt!
Inhalt: 0.75 l (14.62 € / l)
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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Wissenswertes über den Petit Manseng
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Weißwein bei 10°-12°C.
Lagerung: Wir empfehlen, den Petit Manseng Lazio IGT jung zu trinken.
Serviervorschlag
Der Petit Manseng Lazio IGT passt ausgezeichnet zu regionalen Fischspezialitäten, auch zu Fischsuppe. Der Weißwein kann mit seiner Frische viele leichte Gerichte begleiten.
So entsteht der Petit Manseng
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Latium
Anbau: Ausgewählte Weinberge der Kellerei Casale del Giglio in Le Ferriere im Agro Pontino in der Provinz Latina, ca. 50 Km südlich von Rom.
Boden: Vulkanische Böden, reich an Kalium, Phosphor und Spurenelementen.
Herstellungsverfahren
Traubensorte
Petit Manseng 100%.
So schmeckt der Petit Manseng
Farbe
Mittleres Gelb mit goldenen Reflexen.
Bukett
Sehr intensiv, aromatisch und würzig. Aprikose und Pfirsich, Ananas, Papaya, Mango, auch würzige Akzente von Zimt und Honig.
Geschmack
Frisch, saftig und mineralisch, mit einer guten Struktur am Gaumen.
Jahrgang 2024:
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Das Weingut: Casale del Giglio
Es war ein Wagnis, hier in einem ehemaligen Sumpfgebiet, einem Weinbau-Neuland, die allgemein gültige Theorie von autochtonen Rebsorten in Frage zu stellen. Es war ein Wagnis, Anbau-Praktiken aus Bordeaux, Australien und Kalifornien einzusetzen. Und es war ein Wagnis, weg vom Mainstream durch begrenzte Erträge und beste Kellertechnik auf hochwertige Qualitätsweine zu setzen.
Der Pioniergeist hat sich ausgezahlt. Die Rebsortenprojekte unter Mitwirkung des Önologen Paolo Tiefenthaler und engagierter Wissenschaftler brachten auf den vulkanischen Böden in bis zu 400m Höhe beste Ergebnisse.
Bei den Weißweinen umfasst das Sortiment auch autochthone Rebsorten. Faro della Guardio IGT, auf Ponza kultivierter Biancolella und der hochprämierte Antium Bellone Lazio IGT. Darüber hinaus beweist die Kellerei, dass Sauvignon und Chardonnay nicht nur in Norditalien, sondern auch als Lazio IGT erfolgreich ausgebaut werden können. Auch die Cuvée Satrico IGT mit kleinem Anteil Trebbiano Giallo begeistert Weinkritiker regelmäßig. Die seltenen Rebsorten Petit Manseng und Viognier vervollständigen das Protfolio und gelten bis heute als Exoten im Weinbau des Latium.
Die Rotweine von Casale del Giglio verbindet die äußerst aufwendige Arbeit im Keller. Das gilt für den autochthonen Cesanese genauso wie für die internationalen Sorten Merlot, Shiraz (Syrah), Petit Verdot, Cabernet Sauvignon und den spanischen Tempranillo. Eine Sonderstellung nimmt der Rosso Mater Matutata ein, der einer antiken Göttin gewidmet ist. Noch heute kann man Überreste ihres Tempels in der Nähe von Le Ferriere, dem Sitz des Unternehmens bewundern.
Nicht von ungefähr tauchen praktisch alle Weine der Kellerei regelmäßig in den Hitlisten aller führenden Weinkritiker auf. Die Vielfalt der Etiketten und deren ausgeprägte Buketts sind ein wahres Schlaraffenland für eingefleischte Weinfans und solche, die es werden wollen. Zumal mit diesem interessanten Preis-Leistungs-Verhältnis!
Erst 1955 aber gründet Dino Santarelli, einer der Enkel von Bernardino, in Rom eine Firma, die sich der Abfüllung der klassischen Weinsorten Latiums widmet. Die Weine werden hauptsächlich in Rom verkauft, aber auch ins Ausland exportiert, vor allem nach Kanada.
Es war auch Dino Santarelli, der 1967 selbst in die Weinproduktion einstieg und Casale del Giglio in Le Ferriere gründete. Der Name Haus der Lilie nimmt Bezug auf die Vegetation im Agro Pontino. Dino erkennt das Potenzial dieses ehemaligen Sumpfgebiets in der Provinz Latina südlich von Rom. Der unberührte, fruchtbare Landstrich ohne weinbauliche Vergangenheit eignete sich ganz besonders dazu, Neues im Rahmen des Machbaren zu versuchen.
Gemeinsam mit seinem Sohn Antonio wurde 1985 das Forschungs- und Entwicklungsprojekt Casale del Giglio ins Leben gerufen. Unterstützt von namhaften Professoren und Forschern des Latium und unter Mitarbeit des genialen Önologen Paolo Tiefenthaler wurden 60 verschiedene Rebsorten im Agro Pontino angepflanzt. Mit dem Ergebnis, dass nicht nur der autochthone Cesanese, sondern auch internationale Reben wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot hier höchst interessante Weine liefern können.
Der große Pioniergeist machte sich bezahlt. Santarelli beschritt neue Wege, weg von den unspektakulären Weinen der Region Latium und hin zu Rot- und Weißweinen mit Charakter. In kürzester Zeit eroberte die Kellerei den Weinmarkt in Rom und Umgebung und machte sich auch einen Namen auf nationaler und internationaler Ebene.
So konnte die Familie Santarelli 2014 voller Stolz auf das 100-jährige Jubiläum in der Weinwelt Latiums zurückblicken. Die Läden in Rom wurden übrigens im Laufe der Zeit alle verkauft; nur der Laden auf der Piazza Capranica wird 1991 in ein Restaurant umgewandelt. Er ist noch heute in Familienbesitz.